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Schwarzer Holunder

Systematik

Sommergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Geissblattgewächse, Gattung Holunder (verwandte Arten: Roter Holunder, Schneebeere, Geissblatt, Moschus- oder Bisamkraut).

 

 

Schwarzer Holunder

Etymologie und Herkunft

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist einer der häufigsten und volkstümlichsten Sträucher Mitteleuropas. Als Hausmedizin und im Volksglauben spielt er seit alters eine wichtige Rolle.

 

Etymologie : Im Althochdeutschen hiess er holuntar, der Name verweist auf Frau Holle, eine Märchenfigur, hinter der eine vorchristliche Mutter- und Baumgottheit steckt.

 

Herkunft : Der Schwarze Holunder kommt in der ganzen Schweiz bis auf eine Höhe von ca. 1400 m vor. Er ist in Europas heimisch, aber auch in Westsibirien, im Kaukasus und in Kleinasien anzutreffen.

 

Allgemeine Beschreibung

 

Habitat : Waldränder und Hecken sind die bevorzugten Standorte des Schwarzen Holunders. Er liebt den Halbschatten, nicht zu trockene und nicht zu feuchte Böden von mittlerem Nährstoffgehalt.

 

Lebenserwartung : etwa 20 Jahre.

 

Maximale Grösse : etwa 7 m.  

 

Die Rinde : Der Stamm und die dickeren Äste haben eine rissige, mit Lentizellen besetzte knorpelige Borke. Die Triebe sind graubraun und kahl.

 

Die Laubblätter sind gegenständige, unpaarig gefiedert und wie die unreifen Beeren, die Rinde und die Doldenstiele enthalten sie das Gift Sambunigrin, das beim Erhitzen zerstört wird.

 

Die Blüten : schirmförmige, weissgelbe, stark duftende Trugdolden blühen zwischen Mai und Juni. Sie stellen für Bienen eine gute Nahrungsquelle dar. Daraus entwickeln sich bis zum August, September die kugeligen, schwarzen Holunderbeeren.