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Buche

Systematik

Baum aus der Familie der Buchengewächse, Gattung Fagus (verwandte Arten: Kastanie, Eiche)

 

 

Buche

Etymologie und Herkunft

 

Das Wort Buche wurzelt im Indogermanischen, lautete im Althochdeutschen buohha und im Mittelhochdeutschen buoche. Das Buch und der Buchstabe haben die selben Urgrosseltern, da auf Buchenholztafeln geschrieben und die Holzlettern aus Buche geschnitzt wurden.

 

Herkunft: Ursprünglich eine europäische Baumart des gemässigten Klimas.

 

 

Allgemeine Beschreibung

 

Habitat: Die Buche ist bezüglich Bodenbeschaffenheit nicht wählerisch, sie wächst auf kalkigen und sauren, tonigen und sandigen Böden. Buchen sind Schattenbäume, die hallenartige Wälder mit geschlossenen Blätterdächern bilden. Sie lieben die Feuchtigkeit und Wärme, vertragen jedoch weder Staunässe noch grosse Hitze. In den Bergen vergesellschaftet sich die Rotbuche (Fagus sylvatica) mit der Tanne und steigt bis auf 1700 m Höhe.

 

Lebenserwartung: selten über 300 Jahre, es soll jedoch Methusaleme von 1000 Jahren gegeben haben.

 

Maximale Grösse: 40 m. Die berühmte Bavaria-Buche (sie soll 500 bis 800 Jahre alt sein!) bei Pondorf in Oberbayern erreicht 22 m und hat einen Stammumfang von 9 m.

 

Einzeln stehende Buchen entwickeln regelmässige, hochgewölbte Kronen mit dichtem Geäst. Buchen sind Flachwurzler; ein starker Sturm kann grosse Exemplare umwerfen. Buchen wachsen langsam und produzieren ein entsprechend hartes, schweres und zähes Holz. Es wird für die Möbel- und Bauschreinerei, aber auch als Brennholz verwendet.

 

Die Buchenrinde bleibt glatt, dünn und hellgrau, oft mit weissen Flecken.

 

Sommergrüner Laubbaum. Die Blätter (bis 9 cm) sind eiförmig, glatt, vorne zugespitzt und an den Rändern gewellt. Im Frühling, nach dem Austrieb, sind sie flaumig und hellgrün. Schöne Herbstfärbung in Gelb, Orange und Rotbraun.

 

Blüten: Die Buche blüht von April bis Mai. Die gelben, kugeligen männlichen Blütenstände setzen sich aus zahlreichen Blüten zusammen und sitzen an 3–5 cm langen Stielen, während die grünen weiblichen zweiblütig sind und deutlich kürzere Stiele haben.

 

Früchte: Die Samen reifen in braunen, mit weichen Stacheln bewehrten Fruchtbechern heran, die sich im Herbst öffnen und ihren Inhalt zu Boden fallen lassen. Die dreikantigen Bucheckern bestehen fast zur Hälfte aus Öl und bildeten zusammen mit den Eicheln die Grundlage der mittelalterlichen Schweinemast.