Etymologie und Herkunft
Aus dem mittelhochdeutschen larche oder lericha. Das lateineische larix soll von den gallischen Alpenbewohnern übernommen worden sein. Die Europäische Lärche (Larix decidua) war ursprünglich in den Alpen und Karpaten beheimatet.
Allgemeine Beschreibung
Habitat: Lärchen sind Pioniere, die Kahlschläge, Weiden oder Lawinengebiete besiedeln, werden jedoch ihres wertvollen Holzes wegen auf allen Höhenstufen kultiviert. Der Grossteil der Schweizer Lärchen wächst allerdings auf 1400 bis 2200 m ü. M., die obere Grenze liegt bei 2400 m.
Lebenserwartung: 600 bis 800 Jahre. Bei Meran soll sogar eine 2500 jährige Lärche stehen. ¨
Maximale Grösse: 50 m. Im Goms VS wurde 1908 eine Lärche mit 7,5 m Umfang gefällt.
Lärchen wurzeln tief und krallen sich im Grund regelrecht fest. Sie eignen sich deshalb gut zur Stabilisierung von Steilhängen und fichtenreichen Schutzwäldern.
Die Borke ist braunrot bis graubraun, rissig und löst sich in grossen Schuppen vom Stamm. Konische Form. Die unteren Äste hängen, die oberen steigen himmelwärts.
Die Lärche ist der einzige Nadelbaum in der Schweiz, der seine «Blätter» abwirft. Die Nadeln wachsen büschelweise an Kurztrieben. Sie sind weich, im Frühling hellgrün und im Herbst goldgelb.
Blüten: Die gelbgrünen, runden männlichen Kätzchen und die purpurroten weiblichen Zäpfchen sitzen am selben einjährigen Zweig. Sie blühen vor dem Austrieb der Nadeln.
In den eiförmigen, 3–4 cm langen Zapfen entwickeln sich im ersten Jahr geflügelte Samen. Die leeren Zapfen halten sich am Ast, bis auch er nach 5 bis 10 Jahren komplett verdorrt ist und abfällt.