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Walnussbaum

Systematik

Baum aus der Familie der Walnussgewächse, Gattung Juglans (verwandte Arten: Hickory, Kaukasische Flügelnuss)

 

 

Walnussbaum

 

Etymologie und Herkunft

 

Der wärmeliebende Walnussbaum kam durch die Römer nach Gallien, wurde dort zur nux gallica und später, weiter nördlich, zum Walch- oder Welschbaum. Daraus entwickelte sich die «welsche Nuss» und schliesslich die Walnuss.

 

Eine Wildform mit kleineren Samenkernen war schon in der Steinzeit in Mitteleuropa heimisch, aber der veredelte Walnussbaum stammt aus Südwestasien. Die Griechen sollen ihn von Persien nach Europa gebracht haben.

 

 

Allgemeine Beschreibung

 

Habitat: Der Nussbaum gedeiht am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden in milden Klimazonen.

 

Lebenserwartung: Bis 400 Jahre.

 

Maximale Grösse: 20 m, bis 30 m im Wald. Wächst als Jungbaum sehr rasch.

 

Gerader, eher kurzer Stamm und lange, dicke Pfahlwurzel, die sich im Alter weit verzweigt.

 

Freistehende Bäume haben eine mächtige, kugelförmige Krone aus lockerem Geäst.

 

Die Rinde ist in der Jugend silbergrau und glatt; mit dem Alter wird sie rissig und dunkel.

 

Sommergrüner Laubbaum. Grosse (30–50 cm) sog. Fiederblätter, die sich aus 7 bis 13 ovalen, vorn zugespitzten Teilblättern mit glattem Rand zusammensetzen. Die Laubblätter sind glatt, ledrig und riechen aromatisch, da sie Gerbsäure und ätherische Öle enthalten.

 

Der Nussbaum beginnt im Alter von 15 bis 25 Jahren zu blühen. Die hängenden männlichen Kätzchen sind bis zu 10 cm lang und sitzen in den Blattwinkeln der vorjährigen Triebe.

 

Die weiblichen Blüten sind unscheinbar und wachsen als aufrechte Ähren an den Enden der neuen Triebe. Die fleischigen, grünen Steinfrüchte enthalten die holzige, stark färbende Schale mit dem öligen Samen, der Baumnuss. Im Herbst platzen die Fruchtschalen auf, und die Nüsse fallen zu Boden. Die besten Erträge liefert der Baum zwischen dem 50. und 100. Lebensjahr, nachher nimmt die Nussproduktion ab.

 

Die Blätter und Fruchtschalen des Walnussbaums enthalten Juglon, eine toxische Substanz, die den Baum vor Krankheiten und Parasiten schützt. Dennoch spielt er in der Volksmedizin seit alters eine wichtige Rolle !!