Etymologie und Herkunft
Der lateinische Name Pinus silvestris geht auf das indoeuropäische pic für bitter zurück. Die Föhre stammt vom althochdeutschen forha oder foraha ab. Die Waldföhre oder Waldkiefer ist eine uralte, ursprünglich eurosibirische Pflanze.
Allgemeine Beschreibung
Habitat: Die Waldföhre braucht viel Licht, begnügt sich jedoch mit nährstoffarmen und auch sauren Böden. Als Pionierpflanze behauptet sie sich auf extrem ungünstigen Standorten. Ihre Nadeln verrotten sehr langsam und verhindern das Aufkommen von Unterholz.
Lebenserwartung: Bis 600 Jahre.
Maximale Höhe: 45 m. Auf trockenen, mageren Böden nicht mehr als 10 m.
Der schlanke Stamm endet in einer hoch angesetzten Krone, die sich im Alter schirmförmig abflacht. Die unteren Äste vertrocknen und fallen mit der Zeit ab.
Die Rinde ist im unteren Teil des Stammes oft grau bis violett gefärbt und grobschuppig. Im Kronenbereich ist sie rotbraun und feiner strukturiert.
Die 4–6 cm langen Nadeln wachsen paarweise an Kurztrieben. Sie haben einen halbrunden Querschnitt, sind steif und spitz. Sie bleiben 3 bis 5 Jahre am Baum.
Blüten: Die Waldföhre beginnt frühestens mit 30 Jahren zu blühen. Die männlichen und weiblichen Blütenstände wachsen auf demselben Baum. Die männlichen bilden pyramidenförmige Kätzchen, aus den weiblichen entstehen ei- bis kugelförmige Zapfen. Die Bestäubung besorgt der Wind, indem er die Pollen als gelben Puder verbreitet.
Früchte: Die Zapfen werden erst im Herbst des zweiten Jahres reif und entlassen 3–5 mm lange, geflügelte und fettreiche Samen.
Föhrenpollen können Allergien auslösen !!