Etymologie und Herkunft
Der lateinische Name der Silberweide, Salix alba, weist auf das Salicylsäure hin, einen schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkstoff, der in der Rinde und den Blättern enthalten ist, sowie auf die silberfarbene Unterseite der Blätter (alba = weiss). Auch die deutsche Bezeichnung bezieht sich auf diese Blattfarbe. Die Silberweide ist eine ursprünglich eurasiatische Pflanze.
Allgemeine Beschreibung
Habitat: Typischer Pionierbaum von Feuchtgebieten, der viel Licht braucht. Gedeiht in Riedwiesen, Auen- und Bruchwäldern.
Lebenserwartung: 120 Jahre.
Maximale Höhe: 25 m. Silberweiden sind schnellwüchsig.
Die Silberweide hat eine breit ausladende, unregelmässige und durchsichtige Krone. Ihr Astwerk ist bizarr geformt und nah über dem Boden verzweigt. Der Wuchs der Trauerweide mit ihren hängenden Ästen ist unverkennbar.
Die Wurzeln wachsen in die Tiefe (Pfahlwurzel) und in die Breite. Sie ertragen es, lange Zeit voll im Wasser zu stehen.
Weiden sind sommergrüne Laubbäume. Die lanzettförmigen, schmalen Blätter der Silberweide werden 5–10 cm lang und sind wechselständig angeordnet. Im Jugendstadium sind sie rundum weiss behaart, später meist nur noch an der Unterseite.
Im Frühling spriessen die etwa 4 cm langen gelbblütigen, leicht gebogenen Kätzchen der männlichen Bäumen. Die weiblichen Bäume produzieren etwas längere, aber unscheinbar grünliche Kätzchen. Weiden sind geschätzte Bienenweidepflanzen: Sie werden von Insekten, aber auch vom Wind bestäubt.
Im Juni, Juli platzen die Fruchtkapseln der weiblichen Bäume und lassen die Samen frei, die wie Wattebäusche durch die Luft fliegen.